Logo Rieselfelder Windel Home Archiv Sitemap Impressum
Winter Fruehling Sommer Herbst Galerie
Aktuelles
Rieselfelder Windel
Aktivitäten & Angebote
Stiftung
Sponsoring
Kontakt

Flüchtige Sonnenkinder

Die Raupen des Distelfalters leben auf Disteln und Brennnesseln. Als typische Wanderfalter fliegen uns die meisten aus dem Süden zu und kehren im Herbst dorthin zurück. Foto: Biostation

Wo sind sie geblieben, die zauberhaften Sonnengaukler ("Sommervögel" nennen sie die Dänen in wörtlicher Übersetzung)? Sicherlich sieht man immer noch einige Tagfalter, aber meist sind es Weißlinge und Brennnesselfalter wie Pfauenauge, Kleiner Fuchs, Landkärtchen oder Admiral. Die frühere Artenvielfalt unserer Wiesen, Wälder und Wegränder ist verschwunden, und der Rückgang schreitet immer weiter fort.

 

Einer der vielen Gründe ist das Verschwinden vieler spezieller Nahrungspflanzen, auf die Schmetterlingsraupen existenziell angewiesen sind, u.a. durch Intensivierung der Landwirtschaft mit Düngung, Pestiziden und Grünlandverlust. Auch die Böden der Rieselfelder enthalten noch viele Nährstoffe aus der jahrzehntelangen Verrieselung, aber immerhin wurden bereits 29 Tagschmetterlinge nachgewiesen, wenn auch die meisten nicht gefährdet sind. Ein auffälliger Gast entlang der trockenen Rindenmulch-Wege ist der Mauerfuchs, der auf der Vorwarnliste steht und dessen Raupen weiche Wiesengräser bevorzugen.

 

Die Nachtfalter wurden in den Rieselfeldern noch nicht systematisch untersucht. Lediglich zwei nächtliche Lichtfänge in den Jahren 2001 und 2005 erbrachten eine erste Übersicht. Unter 74 Nachtfalterarten waren immerhin 19 Arten der Roten Liste für NRW vertreten, darunter auch zwei vom Aussterben bedrohte Arten. Dies verdeutlicht das Potenzial der Rieselfelder für bedrohte Spezialisten.

 

Daten zur Schmetterlingsfauna

Nachtfalter_bis_2010.pdf

Tagfalter_bis_2010.pdf

Puechel-Wieling-2006.pdf

   
 
Seite Drucken