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Portrait: Braunkehlchen

Typischer Ansitzjäger: Ein Männchen des Braunkehlchens. Foto: A. Schäfferling

Noch im Jahre 1980 brütete das Braunkehlchen in den Rieselfeldern (BADER 1981). Später wurde es leider nur noch als alljährlicher Durchzügler registriert.

 

Es ist ein typischer Bewohner strukturreicher, extensiv genutzter Wiesen und Weiden, der vor allem Sitzwarten benötigt, um von dort aus Insekten zu jagen. In den Rieselfeldern lohnt es sich daher zur Zugzeit (Ende April und Mai sowie August/September), vor allem die Zaunpfähle, Zäune und Pflanzenteile abzusuchen, die aus der Vegetation herausragen (z.B. Blüten- bzw. Fruchtstände von Doldenblütlern). Wie viele andere Bodenbrüter der Agrarlandschaft leidet das Braunkehlchen ganz besonders unter der Uniformierung und intensiven Nutzung unserer Kulturlandschaft: wo abwechslungsreiche Grünlandstrukturen fehlen, verschwindet auch das Braunkehlchen. In der Roten Liste von Deutschland ist es als gefährdet eingestuft, in den meisten europäischen Ländern nehmen seine Bestände deutlich, z.T. dramatisch ab.

 

Neben dem Lebensraumverlust im Brutgebiet ist der Langstreckenzieher zusätzlich auf dem Zugweg und in den Überwinterungsgebieten (zentralafrikanische Savannen) großen Gefährdungen ausgesetzt.

 

Gute Erkennungsmerkmale des kleinen, kurzschwänzigen Vögelchens sind die hellen Augenbrauen (besonders im Prachtkleid des Männchens) und helle Flecken beidseits der Schwanzwurzel. Aber vor allem sein ruheloses Jagdverhalten ist schon von Ferne verräterisch: Von seinem Ansitz aus stürzt es sich zu Boden oder fängt Kleintiere aus der Luft und kehrt schnell zur selben oder einer benachbarten Sitzwarte zurück. Dort sitzt es aufrecht und zuckt ständig mit Flügeln und Schwanz.

 

Obwohl durch unseren Raum viele Braunkehlchen ziehen, bleibt leider keines mehr bei uns. Aufgrund ausgeprägter Geburts- und Brutorttreue werden einmal aufgegebene Brutgebiete nur sehr schwer wiederbesiedelt.

 

Ein ausführliches Portrait vom „Vogel des Jahres 1987“ finden Sie auf den Internetseiten des NABU.

 

   
 
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