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Portrait: Wespenspinne

Beeindruckt durch ihre Größe und ihr „Tigerentenkleid“: Die Wespenspinne.
Foto: I. Jürgens

Die Wespenspinne (Argiope bruennichi) war innerhalb Deutschlands ursprünglich nur aus wenigen, klimatisch begünstigten Regionen bekannt. Erst in den letzten zwanzig Jahren erfolgte eine starke Ausbreitung nach Norden und heute ist die wärmeliebende, aus Südeuropa stammende Art auch im Bielefelder Raum nicht selten. Ihre Nordwanderung wird oft als eine Folge des Klimawandels interpretiert.

 

Sie ist auffällig schwarz-gelb-silbrig gezeichnet („Tigerentenspinne“), wobei die schwarz-gelbe Bänderung variiert. Trotz ihrer Warnfarbe ist sie Menschen gegenüber friedlich und ungefährlich. Ihr Biss ist harmloser als ein Bienenstich.

 

Die Weibchen der Wespenspinne erreichen eine Körperlänge bis zu 2 cm (ohne Beine) und sind damit die größten Wiesenspinnen bei uns überhaupt (die Männchen sind dagegen nur wenige Millimeter winzig). Sie errichten ihr Radnetz meist in Bodennähe. Es fällt vor allem durch ein zickzackförmiges weißes Gespinstband (sog. Stabiliment) auf, das über und unter der Nabe verläuft. Erbeutet werden die unterschiedlichsten Insekten, vor allem Heuschrecken, manchmal auch Libellen.

 

Als Lebensraum bevorzugt die Wespenspinne strukturreiche Brachflächen und sonnig gelegene Böschungen und Wegränder. Wiesen und Weiden werden nur bei sehr extensiver Bewirtschaftung besiedelt. Ihre Eier legt die Spinne nämlich in einen walnussgroßen Kokon, den sie im Spätsommer in einen Grasbüschel einspinnt. Die Jungspinnen schlüpfen nach etwa vier Wochen und leben dann noch monatelang bis zum nächsten Sommer in dem schützenden, gelbbraunen Wattegespinst. In intensiv genutztem Grünland hätten sie also keine Überlebenschance.

 

In den Rieselfeldern Windel ist dieses spannendes Fotomotiv zwar nicht häufig, aber zumindest in Einzelexemplaren regelmäßig anzutreffen.

 

   
 
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