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Portrait: Granatauge

Eiablage der Granataugen. Foto: M. Aulbur

Die artenreiche Familie der Schlanklibellen (Coenagrionidae) enthält auch einige Raritäten, die leicht übersehen werden können. Denn fast alle Arten dieser zarten, maximal 3 bis 4 cm langen Kleinlibellen sind blau und schwarz gezeichnet, die Weibchen einiger Arten statt blau auch unauffälliger gelb-grün. Ein gutes Erkennungsmerkmal für die Gattung der Granataugen sind die Namen gebenden rubinroten Augen – allerdings nur bei den Männchen.

 

Bereits mehrfach wurde in den Rieselfeldern das Kleine Granatauge, Erythromma viridulum, nachgewiesen. Die nur 3 cm lange Art fliegt in der warmen Jahreszeit von Juni bis September meist flach über das Wasser und ruht gerne auf Schwimmpflanzen, so dass sie vom Ufer aus nicht leicht zu beobachten ist. Auch ihre Eier legt sie in Wasserpflanzen ab, z.B. in Tausendblatt oder Laichkräuter.

 

Weibliches Granatauge: Die Namen gebende Augenfarbe ist nur beim Männchen sehr auffällig. Foto: Schleef

Überhaupt liebt das Kleine Granatauge die Wärme. Die Art stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, breitet sich in warmen Sommern weit nach Norden aus, zieht sich aber bei ungünstigen Klimabedingungen (kühle nasse Sommer) auch wieder zurück. In den letzten Jahren zeigt sie eine deutlich stabilere Ausbreitungstendenz. Sie profitiert also, ebenso wie die Feuerlibelle und die Südliche Binsenjungfer, vom Klimawandel.

 

In den Rieselfeldern Windel haben die neu angelegten Gewässer zur Ansiedlung dieser hübschen Kleinlibelle geführt, in denen sich inzwischen vielerlei Wasserpflanzen entwickelt haben. Da es Altarme oder natürliche Seen bei uns fast nicht gibt, sind die Granataugen auf solche vom Menschen gemachten Sekundärbiotope (z.B. auch Baggerseen) angewiesen.

 

   
 
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