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Artportrait: Die Blessralle

Die schwarzen Blessrallen mit ihrer weißen Blesse sind gut kenntlich. Die Küken fallen durch ihre rote Kopffärbung auf. Foto: A. Schäfferling

Blessrallen sind in den Rieselfeldern das ganze Jahr hindurch ein vertrauter Anblick. Wegen ihrer schwarzen Gefiederfärbung, dem weißen Schnabel und der ebenfalls weißen Stirn, der Blesse, können sie mit anderen Vogelarten nicht verwechselt werden. Naturfreunde kennen die Blessralle vielleicht noch unter ihrem alten Namen „Blässhuhn“. Diese Bezeichnung ist jedoch irreführend – die Ralle ist kein Huhn. In den Rieselfelder Windel brüten neben der Blessralle noch zwei weitere Rallenarten: die Teichralle (früher „Teichhuhn“ genannt) und die sehr versteckt lebende Wasserralle.

 

Das Nest der Blessrallen ist ein recht großer Haufen aufgehäufter Pflanzenstängel am des Röhrichts oder sogar frei auf der Wasserfläche. Blessrallen sind in Nestnähe sehr zänkisch. Unerwünschte Nachbarn werden vom „Hausherrn“ vertrieben. Die Männchen schwimmen dann mit geblähten Flügeln und vorgestrecktem Kopf auf den Eindringling zu, um den Konkurrenten zu vertreiben. Wenn der Eindringling nicht zurückweicht, wird er heftig attackiert, oft unter Mithilfe des Weibchens. Die Eier, die von Männchen und Weibchen gemeinsam bebrütet werden, sind gelblich-braun und schwarz gepunktet. Wenn die Jungen schlüpfen, haben sie bereits ein schwarzes Gefieder, Hals und Kopf sind mit roten Daunen versehen.

 

Blessrallen leben von tierischer und pflanzlicher Nahrung. Sind Blessrallen in tiefem Gewässer auf Nahrungssuche, tauchen sie mit einer Art Kopfsprung ein und kommen an der gleichen Stelle wieder hoch. Ihre Anpassungsfähigkeit bezüglich der Nahrung kommt der Blessralle im Winterhalbjahr zugute. Dann ist sie nicht auf tierische Nahrung aus den Gewässern angewiesen, sondern frisst Pflanzen auf den Wiesen und Weiden der Rieselfelder.

 

Viele zugezogene Wintergäste führen in dieser Zeit zu größeren Ansammlungen der Art in den Rieselfeldern. Zum Frühjahr ziehen dann die „Gäste“ aus den nordischen und östlichen Ländern wieder ab und die Blessrallen, die in den Rieselfeldern brüten, bleiben unter sich. Ca. 15 – 20 Blessrallenpaare brüten in den Rieselfelder Windel. Die Zahl in Westfalen wird auf bis zu 5.800 Paare geschätzt.

 

   
 
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