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Portrait: Reiherente

Unverkennbar: Sein Federschopf gab dem kontrastreichen Reihererpel seinen Namen.
Foto: D. Wegener


Rücken, Hals und Kopf sind schwarz, die Flanken weiß, und dazu ein Schopf am Hinterkopf: besonders die Männchen der Reiherente sind im Prachtkleid während des Winterhalbjahres mit keiner anderen Entenart zu verwechseln. Nach der Balz, die bis ins Frühjahr geht, mausern die Erpel ins Schlichtkleid und ähneln dann den Weibchen, die mehr oder weniger dunkelbraun gefärbt sind. Erpel und Ente gemeinsam ist eine leuchtend gelb Iris, wodurch das Auge am schwarz dunkelbraun gefärbten Kopf sehr auffällig wirkt. Im Flug fällt eine große weiße Flügelbinde auf.

 

Reiherenten haben sich erst in den 60er Jahren in Westfalen als Brutvögel angesiedelt, seit 1977 sind sie Brutvögel in Bielefeld. Sie gehören damit zu den wenigen Vogelarten, die in den letzten Jahrzehnten in ihrem Bestand zugenommen haben. Auch in den Rieselfeldern Windel ist die Reiherente mit mehreren Brutpaaren seit vielen Jahren vertreten.

 

In den Rieselfeldern findet man die Reiherente auf den tieferen Gewässern, vor allem auf den Teichen entlang der Niederheide. Hier kann man auch aus relativ geringem Abstand beobachten, wie Reiherenten ihre Nahrung aufnehmen, nämlich tauchend. Sie werden deshalb zu den so genannten „Tauchenten“ gezählt - anders als z.B. die allbekannte Stockente, die als „Gründelente“ bezeichnet wird („Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh“). Tauchend nehmen sie überwiegend tierische Nahrung am Grund des Gewässers auf. Dies können kleinere bis mittelgroße Muscheln und Schnecken sein, aber auch Larven von Wasserinsekten, Kleinkrebse oder Würmer, z.B. Tubifex. Als pflanzliche Nahrungsanteile werden vor allem Sämereien verzehrt.

 

Wie bei den meisten Enten ist die Balz der Erpel auffällig und schon im Januar zu beobachten. Charakteristische Verhaltensweisen sind z.B. ‚Schwimmen mit gestrecktem Hals’, ‚Schnabel-ins-Wasser-Tauchen’, ‚Scheinputzen’ oder ‚Kopf-hoch-Werfen’.

 

Die Nester werden versteckt in der Ufervegetation, meist unmittelbar oder nahe am Wasser angelegt. Da die Reiherenten während der Brutzeit sehr verträglich sind, brüten oft mehrere Enten in lockeren Kolonien zusammen. Sechs bis elf Eier werden normalerweise gelegt, aus denen nach 23 bis 28-tägiger Brutdauer, etwa ab Ende Mai und damit für Enten recht spät im Jahr, die Jungen schlüpfen. Als Nestflüchter sind sie sofort selbstständig, werden aber noch von der Ente geführt.

 

   
 
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