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Portrait: Der Waldwasserläufer

In den frühen Morgenstunden sucht ein Waldwasserläufer im Uferbereich einer Blänke nach Nahrung. Foto: G. Bockwinkel

Der Waldwasserläufer brütet im Sommer in der Nadelwaldzone von Skandinavien und Ostdeutschland bis nach Ostsibirien. Er lebt in großflächigen, feuchten Bruchwäldern und Hochmooren. Der Aufenthalt im Brutgebiet beschränkt sich auf die Jungenaufzucht und dauert oft nur zwei Monate. Anders als die meisten Regenpfeiferartigen brütet er nicht direkt am Boden, sondern benutzt meist alte Drosselnester in Bäumen.

 

Beim Vogelzug sind Waldwasserläufer selbst an kleinen, meist deckungsreichen Wasserstellen zu finden. Den Winter verbringen sie manchmal in Mitteleuropa, vorwiegend aber in Zentralafrika und dem südlichen Asien.

 

Die 21 bis 24 cm langen Vögel haben eine vergleichsweise plumpe Körpergestalt und einen für Watvögel relativ kurzen schwärzlichen Schnabel. Das Gefieder ist auf der Oberseite dunkelbraun bis schiefergrau und zeigt ein rahmfarbenes Fleckenmuster. Kopf und Hals weisen graubraune Strichelungen auf. Die breite, weiße Schwanzwurzel und die schwarz gebänderte Schwanzspitze sind charakteristische Kennzeichen. Im Flug fallen der weiße Schwanz mit dunklen Endbinden und die dunklen Unterflügel auf.

 

An den Blänken der Rieselfelder Windel sind Waldwasserläufer während der Zugzeit häufig zu beobachten. Die dämmerungsaktiven Tiere wippen ständig mit dem Schwanz und beim Auffliegen oder auf dem Zug erklingt als Ruf ein lautes »tnuit-tuit-tuit«. Waldwasserläufer ernähren sich von Wasserinsekten, Krebstieren und auch kleinen Fischen. Die flach überstauten Wasserflächen der Rieselfelder sind mit ihrem reichhaltigen Nahrungsangebot eine wichtige „Tankstelle“ für Waldwasserläufer auf dem Zug.

 

   
 
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