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Portrait: Kiebitze brüten wieder in den Rieselfeldern

Auffällige Erscheinung auch im Flug: Der schwarz-weiß kontrastierte Kiebitz. Foto: Walter

Zwischenzeitlich fast verschwunden, nun aber wieder da: Der Kiebitz ist regelmäßiger, wenn auch spärlicher Brutvogel in den Rieselfeldern. Brüteten Anfang der 80er Jahre noch bis zu 7 Paare, waren es in den letzten Jahren immerhin wieder bis zu 5 Paare.

 

Neuen Lebensraum für den hübschen Vogel brachte die Norderweiterung: Kiebitze lieben spärlich bewachsene Flächen mit Weitblick während der vierwöchigen Brutdauer. Und prompt wählten 3 Paare die Flächen rund um den neuen Aussichtsturm als Brutplatz.

 

Schon im März kehren die auffällig gefärbten "Kiwits" aus dem Winterquartier zurück. Ihre akrobatischen Balzflüge mit Kapriolen und Loopings kann man bis in den Sommer hinein beobachten, vor allem wenn zerstörte Gelege ersetzt werden müssen. Kommt die erste Brut aber heil durch, verlassen sie ihr Revier bereits im Juni.

 

Ungefähr gleichzeitig kann man in den Rieselfeldern den auffälligen Frühwegzug beobachten: Männchen und Nichtbrüter aus dem nordöstlichen Verbreitungsgebiet ziehen dann bei uns durch und rasten in z.T. großen Trupps. Der eigentliche Herbstzug beginnt im August und zieht sich bis zum Einsetzen von Frost hin. Dann kann es zu einer plötzlichen "Massenflucht" vor dem hereinbrechenden Winter kommen.

 

Leider gibt es in Bielefeld insgesamt nur noch ca. 60 Kiebitzpaare. Die meisten nisten mit schlechtem Bruterfolg auf Ackerflächen. Die Rieselfelder stellen deshalb ein wichtiges Refugium für die gefährdete Vogelart dar, die ihre ursprüngliche Heimat, die nassen Wiesen und Moore, weitgehend verloren hat.

 

Weitere Informationen zum „Vogel des Jahres 1996“ bieten die Internetseiten des NABU.

 

   
 
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