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Fliegende Juwelen: Libellen

Die Vierfleck-Libelle ist an pflanzenreichen Teichen weit verbreitet und nicht gefährdet.
Foto: Bockwinkel


Granatauge, Smaragdlibelle, Prachtlibelle, Adonislibelle - schon die Namen lassen vermuten, dass die Gruppe der Libellen nicht nur etwas Besonderes für zoologische Spezialisten, sondern auch für Liebhaber schöner Farben und graziler Formen darstellt. Die „Sommerboten“ lieben zwar die warmen Tage, doch kommt mit der Winterlibelle die erste Art bereits im zeitigen Frühjahr zum Vorschein.

 

Von den etwa 72 in NRW nachgewiesenen Libellenarten wurden in den Rieselfeldern bislang allein 29 Arten beobachtet - das sind nahezu alle jemals in Bielefeld gefundenen Arten. Alle sind gesetzlich besonders geschützt, einige aufgrund ihrer Lebensraumansprüche landesweit gefährdet.

 

Wertvolle Biotope für einige spezialisierte Arten sind die Blänken, die nur zeitweilig Wasser führen und daher keine Fische beherbergen, welche die wasserlebenden Libellenlarven fressen könnten. Hierzu gehören z.B. die Kleine Pechlibelle und die Südliche Binsenjungfer.

 

In relativ sauberen Fließgewässern leben dagegen die Larven der Gebänderten Prachtlibelle – vermutlich entstammen die beobachteten Exemplare dem Reiherbach.

 

Vor allem aber prägen sog. „Pionierarten“ die Libellenfauna der Rieselfelder, die besonders die offenen, frisch entstandenen und vegetationsarmen Gewässer lieben, die sich bei Sonnenschein schnell erwärmen: Dazu gehören die Pokal-Azurjungfer, der Große und der Kleine Blaupfeil, das Kleine Granatauge, die Westliche Keiljungfer oder der Plattbauch.

 

Interessant ist hierbei die Ausbreitungstendenz einiger südlicher Libellenarten bei uns, die von warmen Sommern begünstigt werden und so den Klimawandel anzeigen (die genannten Azur- und Keiljungfern, die Feuerlibelle und das Granatauge gehören dazu).

 

Siehe auch Artportraits

 

 

Daten zur Libellenfauna

Libellen_bis_2010.pdf

Schleef-2002-Libellenfauna.pdf

   
 
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