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Kooperation zwischen Naturschutz und Wirtschaft: Eine Erfolgsstory für die Bielefelder Natur

Bald überflüssig: Die Rieselfelder Windel im Jahr 1991. Foto: Exter

Der Gründung der Stiftung Rieselfelder Windel im November 1995 gingen langjährige Bemühungen zur Rettung der Rieselfelder Windel als einzigartiges Bielefelder Vogelrefugium voraus.

 

Seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts waren die Abwässer der Textilfabrik Windel westlich des Werkes in der Windelsbleiche zur Reinigung verrieselt worden. Mitte der 70er Jahre wurden zur Verbesserung der biologischen Abwasserreinigung rund 20 ha dieser Rieselfelder in Röhrichtbecken und Schönungsteiche umgewandelt. In den künstlichen Feuchtbiotopen aus Grünland, Schilf- und Wasserflächen siedelten sich rasch hochinteressante Vogelarten an, die in Bielefeld kaum vergleichbare Lebensräume vorfanden. Die Rieselfelder entwickelten sich zum Eldorado für Vögel und Vogelfreunde in Bielefeld.

 

Ab Mitte der 80er Jahre erforderte jedoch das neue Wasserhaushaltsgesetz des Bundes neue, wirkungsvollere Reinigungstechniken. Wie auch anderswo im Land wurden die Rieselfelder Windel nicht mehr gebraucht – ein wertvoller Lebensraum aus Menschenhand drohte zu verschwinden.

 

Nach langen und kontroversen Diskussionen um die Zukunft der Rieselfelder gelang es 1995 „in letzter Minute“, einen Konsens über die Erhaltung des Kernbereiches der Rieselfelder zu finden: Unter maßgeblicher Beteiligung und Beratung durch Dietmar Stratenwerth (Vorsitzender der Stiftung für die Natur Ravensberg) entschloss sich die Familie Meyer-Stork als Eigentümerin der Firma Windel, die gemeinnützige Stiftung Rieselfelder Windel unter der Treuhänderschaft der Stiftung für die Natur Ravensberg zu gründen und ihr rund 40 ha der Rieselfelder bis zum Jahresende 2055 unentgeltlich für Naturschutzzwecke zur Verfügung zu stellen.

 

Für diese entscheidende Weichenstellung wurde 1996 dem Firmenbevollmächtigten Friedrich Meyer-Stork gemeinsam mit Dietmar Stratenwerth der Umweltpreis der Stadt Bielefeld zuerkannt.

 

   
 
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