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25.3.2010: Lesen Störche Zeitung?

 

Der Neue: Weißstorch bei seinem ersten Horstbesuch in den Rieselfeldern mittags am 25.3.2010.
Foto:B. Walter


Am Mittwoch wurde der neue Storchenhorst in den Rieselfeldern aufgestellt, am Donnerstag stand die Nachricht morgens in der Zeitung, und mittags landete Meister Adebar auf dem Neubau, besichtigte die Plattform ausgiebig und klapperte schon fröhlich. Das nennt man wohl einen Volltreffer?!

 

Tagsüber verbrachte der neue Rieselfeld-Fan seine Zeit in der näheren Umgebung, und in der frühen Dämmerung mit Beginn des Starenballetts schwebte er wieder auf „seinen“ Horst, um dort die Nacht zu verbringen. Da er unberingt ist, besteht durchaus die Chance, dass es sich um einen ganz normalen Wildvogel handelt. Nun drücken ihm alle die Daumen, dass sich auch noch ein Partner findet und ebenso schnell für das neue Quartier begeistern lässt! Das allerdings ist auch eine Frage des Alters, das vorerst ungekannt bleibt. Störche sind erst mit 3 bis 4 Jahren brutreif, halten sich aber auch schon als Jugendliche im Brutrevier auf.

 

... und sein neues Haus am Reiherbach.
Foto: B. Walter


Der neue Storchenhorst steht im Nordteil der Rieselfelder an der Reiherbach-Renaturierung unweit des Weges zum (derzeit noch beschädigten und deshalb geschlossenen) Nordturm. Er entstand als Gemeinschaftsaktion: Knud Kransmann, Zivildienstleistender der Biostation, schweißte die Nestunterlage und fertigte das Weidengeflecht mit Unterstützung seiner Zivi-Kollegen. Den Telegrafenmast spendeten die Stadtwerke, und Andreas Krumme vom Stiftungsrat sponserte dessen Aufstellung.

 

Hat noch Schlagseite: der neue Mastbaum für Meister Adebar.
Foto: A. Krumme

Keiner der Beteiligten hätte sich erträumt, dass nicht einmal einen Tag später schon ein Storch einziehen würde! Auch andere Ureinwohner müssen sich erst an „den Neuen“ gewöhnen: kurz nach beiden Landungen des Storches flog ein Graureiher herbei und versuchte den Nahrungskonkurrenten zu vergrämen, allerdings erfolglos. Auch die Kiebitze werden ein waches Auge haben müssen, denn dem Storch dürfte es als ausschließlichem Fleischfresser egal sein, was in seinem Magen landet: Frösche, Mäuse, Würmer, Insekten oder eben auch Küken. Gleichwohl, als neue „Flaggschiff“-Art ist der Storch in den Rieselfeldern hochwillkommen und ein Zeichen für die hohe Qualität des Gebietes. Hoffen wir, dass er sich zu Hause fühlt und bleibt!

 

 

 

Das Hochhaus steht. Foto: A. Krumme

So ganz leicht ist das allerdings nicht: Bei 3 bis 4,5 kg Eigengewicht braucht der Vogel tagtäglich eine Menge Futter und ein entsprechend großes und reichhaltiges Nahrungsrevier. Die Rieselfelder Windel alleine sind dafür nicht groß genug. Umso wichtiger ist die baldige Entwicklung und Gestaltung der Ausgleichsflächen für die A 33, die u.a. östlich der Buschkampstraße angelegt werden sollen.

 

 

 

Bezugsfertig: Villa mit Ausblick.
Foto: A. Krumme


Nach den intensiven und erfolgreichen Schutzbemühungen im Mindener Land und der Auswilderung einiger Nachzuchten ist der Weißstorch in NRW seit einigen Jahren wieder im Aufwind. Auch in Lippe, im Paderborner Land und im Kreis Gütersloh gibt es neuerdings wieder Brutpaare, nachdem die Art im Land fast ausgestorben war. Ein gutes Omen für eine Erstbesiedlung auch in Bielefeld? Hier wurde die Art bislang nur als Durchzügler nachgewiesen, Bruten auch aus früherer Zeit sind nicht bekannt.

 

 

Übrigens lohnt sich ein Besuch der Rieselfelder in den Osterferien nicht nur wegen Adebar. Fast täglich kommen jetzt neue Arten an, der Frühjahrszug hat begonnen! Die ersten Watvögel (z.B. Waldwasserläufer) sind da, bunte Enten (z.B. Löffel- und Reiherenten) und balzende Gänse (z.B. Grau-, Kanadagänse) sind leicht zu beobachten. Die kleinen Höhlenbrüter (Meisen, Kleiber, Feldsperlinge, Gartenbaumläufer) beziehen ihre Quartiere in den Bäumen und Nistkästen und singen fleißig. Und das abendliche Schauspiel der Starenschwärme, die sich sammeln, hin- und herwogen um dann in der späten Dämmerung in ihren Schlafplatz in den Schilffeldern südlich der Biostation einzufallen, ist immer aufs Neue beeindruckend.

 

Wieder unterwegs: Erdkröten auf Hochzeitsreise im Doppelpack. Foto: C. Quirini

Doch bitte Vorsicht! Abendbesucher werden herzlich gebeten, auf dem Nachhauseweg auf die Kröten und Frösche zu achten, die jetzt wieder wandern und zu Dutzenden auf der Straße Niederheide sitzen können. Bitte fahren Sie ganz langsam und vorsichtig und tragen Sie die Tiere in den Straßengraben, wenn sie Ihnen im Weg sind! Danke!

Der Storchenhorst in der Lokalpresse

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