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Artportrait: Kranich

Gelegentlich rasten sie in den Rieselfeldern und verbringen dort ausnahmsweise bei widrigen Flugbedingungen auch eine Nacht. Meist hört und sieht man sie aber, wenn sie zur Zugzeit die Rieselfelder überfliegen: Die Kraniche.

 

Eines der schönsten Erlebnisse, die der Vogelzug bietet: überfliegende Kraniche. Foto: J. Albrecht

Der größte einheimische Vogel macht schon von weitem auf sich aufmerksam, obwohl er eigentlich sehr scheu ist. Seine wohltönenden und weit schallenden Trompetenrufe kündigen die Trupps jedermann an, selbst wenn sie hoch am Himmel ziehen und dort manchmal erst nach längerem Suchen zu finden sind. Ideale Zugtage im Herbst sind Kälteeinbrüche ab Oktober, wenn Nordostwind weht und die Vögel mit Rückenwind rasch und Kraft sparend vorankommen.

 

In ihrer berühmten, Energie sparenden Keilformation tauchen sie meist gegen Mittag bei uns auf. Seit einigen Jahren dürften die meisten von ihnen ihre letzte Nacht am Rastplatz in der Diepholzer Moorniederung verbracht haben. Früher hatten sie schon eine weitere Tagesstrecke von der deutschen Ostseeküste oder der Müritz bis zu uns hinter sich.

 

Gute Nahrungsangebote haben dazu geführt, dass Kraniche länger bei uns verweilen und später wegziehen als früher. Rechts eine Familie mit einem Jungvogel. Foto: J. Albrecht

Lange Hälse und Beine verraten den Kranich bei jedem Licht. Foto: J. Albrecht

Im Gegensatz zu den Gänsen nutzen Kraniche regelmäßig die Thermik z.B. über warmen, von der Sonne beschienenen Freiflächen oder Siedlungen, um kreisend im Segelflug Höhe zu gewinnen und dann wieder zu Keilen formiert auf Strecke zu fliegen. Auch ihre hinten lang überstehenden Beine unterscheiden sie deutlich von den Gänsen. Wie diese ziehen auch die Kraniche im Familienverband. Die Jungvögel kann man an ihren piepsenden Stimmen und bei guter Sicht an ihren einfarbig braunen Hälsen und Köpfen erkennen. Der Kopf der Altvögel leuchtet bei gutem Licht kontrastreich schwarz-weiß-rot. Ihr nächster Rastplatz liegt in Frankreich, ihr Ziel für den Winteraufenthalt ist die iberische Halbinsel.

   
 
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