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Portrait: Der Riesen-Bovist

Groß wie ein Kürbis: der Riesen-Bovist.
Foto: J. Albrecht

Liegt dort zwischen den Brennnesseln ein totes Schaf? Schauen Sie näher hin: Im Spätsommer bis in den Oktober hinein heißt des Rätsels Lösung viel eher: Nein, ein Riesen-Bovist!

 

Der Riesen-Bovist (Langermannia gigantea) ist wahrhaft ein Gigant unter den einheimischen Pilzen: Er erreicht locker einen Durchmesser von einem halben Meter, und bei seiner fast kugeligen Form bedeutet das eine Masse von mehreren Kilogramm! Da Boviste keinen nennenswerten Stiel haben, liegt der große runde Ball direkt auf dem Erdboden und kann von fern schon mal mit anderen Gegenständen verwechselt werden. Es wurde sogar von Exemplaren mit einem Durchmesser von 1,5 m berichtet!

 

Ein Ferngals zum Größenvergleich. Rechts ein reifer Fruchtkörper. Foto: J. Albrecht

Der Riesen-Bovist (oder Riesen-Stäubling) gehört wie der Hasen-Bovist zu den Bauchpilzen, bei denen die zunächst feste Masse im Inneren des Fruchtkörpers zu Sporen reift. Der weiße Pilz wird dann braun und unansehnlich, die Sporenmasse zerfällt dann schwammartig.

 

Riesen-Boviste sind typische Besiedler sehr nährstoffreicher Standorte, z.B. Viehweiden, Rieselfelder oder Gärten. Oft wachsen sie daher in Gesellschaft von Brennnessel-Dickichten. Sie sind zwar jung essbar (allerdings auch nicht jedermanns Geschmack), jedoch dafür bekannt, dass sie Schadstoffe anreichern, insbes. die Schwermetalle Cadmium und Quecksilber. Gerade in den Rieselfeldern mit ihren teilweise belasteten Böden sollte man die Pilze daher besser stehen lassen.

 

   
 
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