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Aktuelles Tagebuch

26. April 2009: Lammtag 2009

 

Besucherandrang rund um die Biostation. Foto: J. Albrecht

Über 1.700 interessierte Gäste besuchten am Sonntag bei schönstem Wetter den diesjährigen Lammtag in den Rieselfeldern Windel. Die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e.V. hatte ein umfangreiches und vielfältiges Programm zusammengestellt – die abwechslungsreichen Angebote wurden von allen Generationen intensiv über die gesamte Öffnungszeit von 11 bis 18 Uhr genutzt. Viele ehrenamtliche Naturfreunde trugen mit ihren Aktionsangeboten, Informationsständen und ausgestellten Waren zum Gelingen des Tages bei.

 

 

Muntere weiße Wolleknäuel.
Foto: Biostation

Im Mittelpunkt des abwechslungsreichen Programms standen die Lämmer, die sich wie putzmuntere Wollknäuel im Schutz ihrer Herde auf den Weiden tummelten. Im Naturreservat Rieselfelder Windel werden Schafe als Landschaftspfleger eingesetzt. Um das Grünland in den Rieselfeldern offen und damit attraktiv für Wiesenvögel zu halten, wird es mit der "Weißen Gehörnten Heidschnucke", einer alten gefährdeten Haustierrasse, beweidet. Die Herde der Biologischen Station besteht inzwischen aus 60 Mutterschafen, die seit Ende März ihre Lämmer zur Welt bringen. Es sind viele Zwillinge und sogar einige Drillinge dabei, so dass am Lammtag um die 100 Lämmer über die Wiesen sprangen.

 

Meist im Doppelpack: Zwillinge der Weißen Heidschnucke.
Foto: Biostation


Auf der weiträumigen Aktionsfläche um die Biostation und das Infozentrum waren als Lieblinge der Kinder (und Erwachsenen!) auch drei Milchlämmer zu bestaunen, die von Hand aufgezogen werden und an engen Menschenkontakt gewöhnt sind. Als Nachbarn stellte ihnen die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) Mutterschafe weiterer gefährdeter Rassen mit ihren Lämmern zur Seite: Bentheimer Landschafe mit schwarz gescheckten Gesichtern und das feinwollige Gotlandschaf. Natürlich ergänzend dazu viele Informationen und Druckwerke zu vielen weiteren erhaltenswerten Haustierrassen.

 

 

200 staunende Fans der Hüteschäferei. Foto: J. Albrecht

Schafattraktion des Tages und Veranstaltungshöhepunkt am Nachmittag war natürlich die beliebte Hütevorführung der beiden Landwirte Ulf Helmig (Augustdorf) und Michael Krumme (Hille), die mit ihren beiden Hütehunden die erstaunlichsten Bewegungen ihrer mitgebrachten eigenen kleinen Schafherde lenken konnten. Über 200 Zaungäste waren fasziniert von diesem perfekten Zusammenspiel zwischen Mensch, Hund und Schafherde, das mit wenigen Kommandos funktioniert.

 

 

 

Wie entsteht ein Wollefaden?
Foto: J. Albrecht


Rund ums Schaf gab es natürlich noch mehr zu entdecken, von der Verarbeitung der Wolle (kämmen, spinnen, färben, filzen...), der Herstellung dekorativer Filzprodukte, dem Verkauf von Wolle in prächtigen natürlichen Farben und in den verschiedensten Verarbeitungsformen, einem umfangreichen Bücherangebot, dekorativen Fotokarten (nicht nur) mit Schafen - bis zum Genuss von Lammsalami und gegrillten Schafsbratwürstchen. Und wer Schafe mal von einer ganz anderen, hinter- bis abgründigen Seite kennen lernen wollte, konnte in die Bilderwelt des Bielefelder Kunstmalers Gilbert Bender mit modernen, witzigen und skurrilen Szenen aus dem Leben ganz spezieller Schafe abtauchen oder auch Bilder aus seiner derzeitigen ‚Schafphase’ („Wolllust“) erwerben.

 

Für hungrige und durstige Besucher standen noch weitere Genüssen bereit, zB eine Kartoffelpfanne, eine Suppe vom offenen Feuer oder ein belebender Tee am Kräuterstand. Kinder konnten Stockbrote am offenen Feuer backen, und natürlich war im Cafezelt auch reichlich für den süßen Nachtisch mit Kaffe und Kuchen gesorgt.

 

Malbücher und mehr gab's bei der Lammtag-Rallye. Foto: B. Gahlmann

Besonders viele Attraktionen gab es für Kinder und Eltern: Bei der Lammtag-Rallye der Bielefelder Naturschule galt es, mehrere Stationen zu finden und dort Quiz-Aufgaben zu lösen, u.a. zur neuen Ausstellung im Info-Zentrum („Was futtern Tiere“) und zu den frisch geschlüpften, knuddeligen Wachtel- und Zwergwachtelküken im Brutofen des Vogelschutz- & -liebhabervereins Friedrichsdorf. Daneben gab es Forschungs- und Bastelstationen, an den Experimente mit Wasser, Feuer und Luft sowie Werkarbeiten mit Knete und Flechtweiden ausgeführt werden konnten. Wie Reisigbesen entstehen erfuhr man bei der Waldjugend, und die Teichbewohner des Stationsgartens lernten große und kleine Forscher direkt um die Ecke kennen.

 

Am Ende des langen Tages waren alle zufrieden: die Veranstalter und die Betreuer der Programmangebote, die Kuchenbäcker und Würstchenbrater, die vielen großen und kleinen Gäste und wahrscheinlich auch die Heidschnucken, als langsam wieder Ruhe in ihre Welt einkehrte. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diesen schönen Tag in den Rieselfeldern Windel!

 

Weitere Bilder auf der Homepage der Biostation.

 

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