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Portrait: Blaukehlchen

Der weiße Stern kennzeichnet die mitteleuropäische Unterart des Blaukehlchens. Brodowski-Fotografie. Link zum Blaukehlchen-Artikel bei www.brodowski-fotografie.de durch Klick aufs Foto.

Ein seltener, aber besonders hübscher Gast in den Rieselfeldern Windel ist das Weißsternige Blaukehlchen. Auch das Blaukehlchen ist ein „Schilfvogel“, der Röhrichtflächen, Nassbrachen, feuchte Hochstaudenfluren oder Gräben besiedelt, aber in Ostwestfalen nur sehr sporadisch auftritt. Zwei der wenigen Bruten in OWL fanden 2000 und 2001 in den Rietberger Fischteichen statt. Solche kurzfristigen Ansiedlungen sind typisch für diese Art, die großen Bestandsschwankungen unterliegt.

 

Bis weit in die 1970er Jahre hinein gingen die mitteleuropäischen Bestände drastisch zurück, erholen sich aber seit einiger Zeit wieder. Insbesondere in den großen niederländischen Feuchtgebieten wird die Population wieder auf über 10.000 Paare geschätzt. Das nächstgelegene Gebiet, wo man Blaukehlchen mit großer Wahrscheinlichkeit beobachten kann, sind die Rieselfelder Münster mit i.d.R. alljährlich über einem Dutzend Brutpaare.

 

Foto: Brodowski-Fotografie

Das Blaukehlchen kommt in mehreren Unterarten, die sich durch Gefiedermerkmale (insbes. Färbung von Brust und Kehle) unterscheiden, von Westeuropa über Asien bis Westalaska vor. In den tieferen Lagen Mitteleuropas trifft man i.d.R. nur die weißsternige Unterart an. Im Brutkleid ziert die blaue Kehle des Männchens ein weißer Fleck. Im Schlichtkleid wird das Blau reduziert und die Männchen ähneln den unscheinbareren Weibchen mit schwarz-weißem Latz; dann fallen eher im rotkehlchenartigen Flug zwei rostrote Flecken an der Oberseite der Schwanzbasis auf.

 

Blaukehlchen sind nur im Sommer bei uns und überwintern überwiegend in Nord- und Zentralafrika. Die Hauptzugzeiten, in denen am ehesten auch in den Rieselfeldern Durchzügler angetroffen werden können, liegen im Frühjahr zwischen Ende März und Anfang Mai (Höhepunkt erste Aprilhälfte), beim Wegzug im August und September. Also Augen auf, denn wenn sie nicht gerade singen, sind Blaukehlchen recht unauffällig und bleiben gerne im Gebüsch und Röhricht in Deckung!

 

   
 
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