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Portrait: Der Silberreiher

Weißer geht's nicht: Der Silberreiher.
Foto: A. Schäfferling

Zurzeit macht der Silberreiher in Mitteleuropa eine ganz erstaunliche Karriere: Noch vor wenigen Jahren eine absolute Ausnahmeerscheinung, findet man diese spektakuläre Art inzwischen in größerer Zahl in vielen Feuchtgebieten. Mehrere Tausend rasten im Herbst in Deutschland, allein rund um den Dümmer kann man zeitweise weit über 100 Tiere zählen. Dank milder Winter und guter Mäuseversorgung übersteht er diese Jahreszeit gut, bleibt aber auch zur Brutzeit bei uns. Der erste Brutnachweis in Deutschland dürfte daher nur noch eine Frage der Zeit sein.

 

Schneeweiß und groß wie ein Graureiher mit eineinhalb Meter Flügelspannweite, ist die auffällige Art kaum zu übersehen und auch kaum zu verwechseln, gäbe es da nicht noch als „kleinen Bruder“ den Seidenreiher. Doch dieser ist nur halb so groß und nach wie vor sehr selten, wenn auch ebenfalls in Ausbreitung begriffen. Im Zweifel hilft ein Blick auf Schnabel- und Fußfarbe: Während beim Silberreiher der Schnabel fast das ganze Jahr über gelb gefärbt ist (nur in der Brutzeit dunkel) und die Zehen schwarz sind, ist es beim Seidenreiher genau umgekehrt.

 

Ursprünglich ist der Silberreiher ein Bewohner der ausgedehnten Schilfgebiete großer Seen Südosteuropas (z.B. des Neusiedler Sees); sein Verbreitungsgebiet umfasst aber auch weite Teile Amerikas, Asiens und Afrikas. Vielleicht ist auch seine aktuelle Ausbreitung eine Reaktion auf den Klimawandel? Seit 1992 brütet die Art regelmäßig in den Niederlanden, seit 1997 auch in Polen.

 

Silberreiher bauen ihr Nest meist im Schilf (gelegentlich auch in Bäumen), einzeln oder in Kolonien. Sie ernähren sich überwiegend von Fischen und Amphibien, doch findet man sie zunehmend wie auch die Graureiher auf landwirtschaftlichen Flächen bei der Mäusejagd.

 

   
 
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