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Portrait: Der Eisvogel

Unverwechselbar gefärbt, doch nur wenig größer als ein Spatz: Der Eisvogel.
STELZERfoto

Eis liebt er gar nicht, und auch seine nähere Verwandtschaft ist in warmen Klimazonen zu Hause. Aber seine brillant kobaltblau bis türkisgrün gefärbte Oberseite hat ihm den einprägsamen Namen eingebracht, die so hübsch mit der orangeroten Unterseite kontrastiert. Als „fliegendes Juwel“ wird er gerne bezeichnet, dessen Farbpalette durch korallerote Füße, weiße Wangen- und Kehlpartien und einen schwarzen Schnabel komplettiert wird.

 

Neben Gewässerverschmutzung, -ausbau und Freizeitnutzung stellt winterliches Eis seine stärkste Bedrohung dar, vor allem bei längerer Dauer. Zugefrorene Wasserflächen verschließen den Zugang zu seiner Beute: fingerlange Fischchen, Wasserinsekten und kleine Wassertiere, die er im Sturzflug vom Ansitz aus erjagt. Eisvögel ziehen nicht fort und verhungern in harten Wintern. Dann kommt es zu massiven Bestandseinbrüchen, deren Wiederaufbau Jahre dauern kann.

 

Für seine Bruthöhle benötigt der Eisvogel Steilhänge in Gewässernähe von mind. einem halben Meter Höhe. Die findet er an Prallufern naturbelassener Bäche, an Böschungen oder in Wurzeltellern umgestürzter Bäume. Dort hinein gräbt er eine knapp 1 Meter lange Brutröhre mit einem Nestkessel am Ende. Bereits im März beginnt die Brutperiode, und bis August kann er bis zu 4 Bruten aufziehen. Bei 6-7 Eiern pro Gelege können Verluste so rasch ausgeglichen werden.

 

In den Rieselfeldern sieht man die scheuen Eisvögel meist bei der Ansitzjagd im Ufergebüsch an den Teichen entlang der Niederheide. Sie sind gar nicht leicht zu entdecken, am ehesten, wenn sie pfeilschnell und blau schillernd dicht über dem Wasser fliegen und dabei ihren charakteristischen, durchdringend scharfen, metallenen Pfiff ausstoßen. Durch das Angebot von Nisthilfen versucht die Biologische Station, dem Eisvogel auch zur Brut in den Rieselfeldern zu verhelfen, da durch den Bau der A 33 sein nahe gelegenes Quartier verloren geht.

 

Weitere Informationen zum „Vogel des Jahres 2009“ bieten die Internetseiten des NABU.

 

   
 
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