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Portrait: Die Krickente

Krickentenpaar – der eigentlich grüne Augenstreif des Erpels kann je nach Lichteinfall auch blau schillern. Foto: B. Walter

Die kleinste heimische Ente liebt seichte, nährstoff- und vegetationsreiche Binnengewässer mit guter Deckung, wie Moorseen, Wiedervernässungs- und Verlandungszonen oder verschilfte Wiesengräben. Zur Zugzeit und im Winterquartier hält sie sich vorzugsweise im Flachwasser und auf Schlick- und Schlammflächen auf. Dort seiht sie Algen und kleine wirbellose Tiere von der Wasseroberfläche oder den oberen Schlammschichten heraus: Krickenten gehören wie die Stockenten zu den „Gründelenten“.

 

Im Winterhalbjahr sind die bunten Erpel gut zu erkennen: Der kastanienbraune Kopf ist mit einem grünen Seitenband gekennzeichnet – ähnlich einer Augenmaske. Die Farbunterschiede sind allerdings manchmal schwer erkennbar, vor allem die grüne Strukturfarbe kann ihren Farbeindruck je nach Lichteinfall wechseln. Die klein gemusterte Körperbefiederung ist grau, am Körperende fällt ein dreieckiger creme-gelber Fleck auf: Ein auch aus der Entfernung gutes Erkennungsmerkmal. Das Weibchen ist – ähnlich der Stockente – schlicht braun gescheckt. Gelegentlich (z.B. bei der Gefiederpflege) sieht man auch in Ruhestellung den weiß eingefassten grünen „Spiegel“ der Armschwingen, der besonders im Flug auffällt (der Spiegel der Stockente leuchtet blau).

 

Krickenten sind gute und wendige Flieger. Meist in Gruppen anzutreffen, erinnert ihr reißender Flug auf den ersten Blick eher an Limikolen (Watvögel) als an Enten. Die Erpel lassen einen weitreichenden, sanften Ruf hören, ein helles „krük“, das ihnen den Namen gab.

 

In Bielefeld kommen Krickenten nur als Durchzügler oder Wintergäste vor, Bruten sind bislang nicht nachgewiesen. Früher waren sie in den nassen Heide- und Moorgebieten in Westfalen weiter verbreitet, heute brütet die Art nur noch selten in wenigen Schutzgebieten, z.B. dem Großen Torfmoor oder den Rieselfeldern Münster. Die Entwässerung und Nutzungsintensivierung der Landschaft hat auch dieser Art schwer zu schaffen gemacht.

 

Das Hauptbrutgebiet erstreckt sich über Nordeurasien vom Atlantik bis an den Pazifik. Der Zuzug von dort ins Winterquartier beginnt im September, der Wegzug im März. In den Rieselfeldern sind Krickenten vor allem auf den Teichen, meist in Ufernähe, oft gemischt mit anderen Enten zu beobachten.

 

   
 
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