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Portrait: Die Teichralle

Die Teichralle lebt versteckt in der Ufervegetation (Foto: Bockwinkel)

Teichrallen werden oft auch als Teichhühner bezeichnet. Die wissenschaftliche Artbezeichnung Gallinula chloropus bedeutet übersetzt etwa „grünfüßiges Hühnchen“ und spielt damit auf die Beinfärbung dieser Vogelart an. Korrekter ist allerdings die Bezeichnung Teichralle, die sich heute allmählich durchsetzt, da diese Art ein typischer Vertreter der Rallen ist. Die Arten dieser Vogelfamilie sind fast durchweg Sumpfvögel, die mit ihrem seitlich zusammengedrückten Körper ausgezeichnet durch dichtes Röhricht schlüpfen können.

 

Anders als die nah verwandte Blessralle lebt die Teichralle vergleichsweise unauffällig in der Vegetation der Ufer. In den Rieselfeldern besiedelt sie nahezu alle Gewässer, ist aber deutlich seltener als die Blessralle. Ihre Nester sind meist gut im Uferbereich versteckt und durch grünes Pflanzenmaterial hevorragend getarnt. Vom April bis in den August hinein werden 2 bis 3 Bruten durchgeführt. Die Fütterung der ständig fiependen, schwarzbedunten und rotgesichtigen Küken ist dagegen gut zu beobachten.

 

Die Altvögel sind an der Körperoberseite dunkel olivbraun und an Kopf und Hals sowie der Körperunterseite dunkel grauschwarz gefärbt. Sie haben eine rote Stirnplatte, einen roten Schnabel mit einer gelben Schnabelspitze sowie rote Augen. Der Schwanz ist kurz und hat eine schwarzweiße Unterdecke. Er wird oft nach oben gestelzt getragen. Auf der Unterseite ist das Gefieder schiefergrau, und die Flanken sind weiß gestreift. Die Füße und Beine sind gelblich grün. Der Vogel fällt auf, weil er beim Schwimmen ständig mit dem gestelzt getragenen Schwanz wippt und rhythmisch mit dem Kopf nickt.

 

Ein massiver Bestandsrückgang in den 70er und 80er Jahren hat der Teichralle die zweifelhafte Ehre eines Platzes auf der Vorwarnliste von NRW eingebracht, der Vorstufe zur "Roten Liste" der gefährdeten Arten. Während sie sich vor allem in siedlungsnahen Gewässern seither wieder einigermaßen erholen konnte, ist sie in der freien Landschaft eher spärlich geblieben. In den Rieselfeldern Windel brüten alljährlich ca. 4 bis 7 Brutpaare.

 

   
 
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