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Frühling in den Rieselfeldern

Sumpfdotterblumen sind im Frühjahr ein Blickfang in wenig gedüngten Feuchtwiesen und Gräben (Foto Bockwinkel)

Der Frühling ist sicherlich die Jahreszeit mit den abwechslungsreichsten Beobachtungsmöglichkeiten in den Rieselfeldern. Zugzeit und beginnende Brutzeit bringen nicht nur viele Vogelarten zu Gesicht, sondern auch zu Gehör. Nutzen Sie das reichhaltige Exkursionsangebot, um die Vielfalt der Vogelstimmen kennen zu lernen! Auch die beginnende Blütezeit sorgt für reiche Sinneseindrücke und belebt mit ihren zarten Farben nicht nur unser Gemüt, sondern weckt auch viele Geister der Insektenwelt.

 

Frühlingszeit ist zugleich Zugzeit für viele Vögel, die aus ihren Überwinterungsquartieren aufbrechen. Einige von ihnen kann man auch in den Rieselfeldern entdecken, insbesondere von den drei Aussichtskanzeln aus. Mit etwas Glück kann man Anfang April den ersten Storch oder den Fischadler bei der Jagd beobachten. An den flachen Gewässern suchen Grünschenkel, Waldwasserläufer oder Bekassinen nach Nahrung. Auf tieferen Gewässern sind vor allem Enten und Taucher zu beobachten. Zu den seltenen Gästen zählen Spieß-, Knäck- und Pfeifente. Regelmäßiger erscheinen Krickenten in Trupps bis zu 30 Tieren. Zwar erreichen die Individuenzahlen kaum die Höhe der Herbstbeobachtungen, weil die Durchzügler weniger lang verweilen und ein erheblicher Teil des Nachwuchses den ersten Winter nicht überlebt, aber die Artenfülle ist dennoch beeindruckend und und macht Spaziergänge spannend.

 

Stock-, Reiher- und sogar Löffelenten haben sich inzwischen als Brutvögel etabliert. Vom nördlichen Aussichtsturm hat der Besucher einen guten Ausblick über die von Sand geprägte Nordost-Erweiterung. Hier balzen im März mit Vorliebe mehrere Kiebitzpaare.

 

Mit Geduld kann man in den noch braun gefärbten Schilffeldern das aufgeregte Quieken der scheuen Wasserralle hören. Es erklingt bei Störungen oder zur Revierabgrenzung. Im März beziehen die ersten Rohrammern ihre Brutreviere, Ende April die ersten Teichrohrsänger.

 

Die Pestwurz beeindruckt zunächst durch ihre rosaroten Blütenstände. Die Blätter erscheinen erst später und erreichen bis zum Sommer eine stattliche Größe (Foto Albrecht)

Entlang des Rundweges sind die ersten pflanzlichen "Frühlingsboten" zu sehen: Der Wiesenkerbel mit seinen grünen gefiederten Blättern, die Knoblauchsrauke mit ihrem zwiebeligen Geruch und das Schöllkraut mit dem gelben Milchsaft. An der Niederheide / Ecke Topmannsweg kann man bereits im März hübsche, lila gefärbte Blüten sehen, die auf den ersten Blick an Orchideen erinnern. Es handelt sich um Blüten der Pestwurz, die vorzugsweise auf nassem Untergrund gedeiht. In diesem Bereich wachsen auch zahlreiche Weiden, die zur Blütezeit im März die wichtigste Futterquelle für Wildbienen darstellen.

 

Auch im Gartenteich an der Biostation tut sich was: Die erste rot gefärbte Frühe Adonislibelle schlüpft bei sonnigem Wetter meist in der zweiten Aprilhälfte. Später folgen Hufeisen-Azurjungfer, Große Pechlibelle und Vierfleck. Diese Arten finden sich auch an den meisten der 20 anderen Gewässer.

 

Bereits im Februar müssen Autofahrer an feuchten Abenden verstärkt auf Frösche und Kröten achten. Sie wandern vermehrt von ihren Winterquartieren im Wald zu den Laichgewässern. Zu Schutzzwecken wird von der Biologischen Station seit Jahren ein Amphibienzaun an der Postheide (am sogenannten "Großen Schönungsteich") betreut.

 

Die jungen Lämmchen sind nicht nur für Kinder ein Erlebnis! (Foto Bockwinkel)

Im Frühling erwachen auch die Schulklassen aus ihrem "Winterschlaf": Das bessere Wetter sowie das interessante Exkursionsangebot lockt viele Schüler mit ihren Lehrern in die Rieselfelder. Zu den Themen Wasser, Wiese, Wald, Boden und Luft können sie unter fachkundiger Aufsicht auf Entdeckungstour gehen.

 

Auch die Schafe der Biologischen Station sind für Kinder sehr von Interesse, insbesondere ab März/April, wenn die Lämmer geboren werden. Im April wird meist der "Lammtag" veranstaltet, ein Tag der Offenen Tür für jedermann. Ein weiteres "highlight" ist die Schafschur, die meist Ende Mai/Anfang Juni stattfindet.

 

   
 
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