Logo Rieselfelder Windel Home Archiv Sitemap Impressum
Winter Fruehling Sommer Herbst Galerie
Aktuelles
Rieselfelder Windel
Aktivitäten & Angebote
Stiftung
Sponsoring
Kontakt

Weiße Gehörnte Heidschnucken – Helfer bei der Landschaftspflege

Zierlich gebaut, aber robust und winterhart: Die Weißen Gehörnten Heidschnucken. STELZERfoto

Schäfchen zählen – das kann man bei uns in den Rieselfeldern Windel! Rund 70 Muttertiere und ihre Lämmer stehen auf etwa 15 ha Grünland des Naturreservats im Bielefelder Süden und fressen Gras, Kräuter und kleine Triebe.

 

Damit halten sie die Vegetation, in der sonst Schilf und mit der Zeit auch Gehölze überhand nehmen würden, kurz und verhindern die Verbuschung. Die Schafe tragen also wesentlich zur Landschaftspflege bei und sind aufgrund der mäßigen Trittwirkung für naturschonende Einsatzmöglichkeiten geeignet.

 

Für die Pflege der Rieselfelder Windel wählten wir die Weiße Gehörnte Heidschnucken, eine alte Schafrasse, die vom Aussterben bedroht ist. Sie war einst das wichtigste Nutztier (Wolle und Fleisch) für die Bewohner der Feuchtgebiete des norddeutschen Tieflandes. Die Weiße Gehörnte Heidschnucke ist ein kleines, mischwolliges Landschaf, das sich durch harte Klauen und einem breiten Nahrungsspektrum hervorragend den besonderen Verhältnissen der feuchten Gebiete angepasst hat. Heute gibt es in Deutschland nur noch etwa 1000 Muttertiere, 250 davon im Zuchtbuch. Die Populationsdichte ist eher rückläufig und es gibt fast nur Kleinbestände.

 

Die anspruchslosen und widerstandsfähigen Weißen Gehörnten Heidschnucken fallen durch ihre Hörner auf - bei den weiblichen Tieren sind sie sichelförmig gebogen, bei den Böcken schneckenförmig. Sie bringen pro Jahr ein bis zwei Lämmer zur Welt, die mit der besonders gehaltvollen und vitaminreichen Schafsmilch schnell groß werden. Die Wolle wird aufgrund ihrer groben Beschaffenheit insbesondere zur Anfertigung von groben Wollstoffen und Filzen verwendet. Außerdem liefern die Schafe zartes, wildbretartiges Fleisch und wärmende Felle.

 

   
 
Seite Drucken