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Portrait: Die Sumpfschrecke

Die Sumpfschrecke ist eine der schönsten einheimischen Heuschreckenarten
Foto: Bockwinkel


Die Sumpfschrecke gehört zur Gruppe der Feldheuschrecken, die alle durch vergleichsweise kurze Fühler gekennzeichnet sind. Sie wird bis zu vier Zentimeter groß und ist meist olivgrün bis dunkelbraun. Die Färbung variiert aber teilweise beträchtlich. Auffälligstes Merkmal sind die Hinterschenkel, die auf der Unterseite rot-orange gefärbt sind. Die Hinterknie sind meist auffällig schwarz gefärbt. Auf den Hinterschienen befindet sich eine Reihe schwarzer Dornen.

 

Sumpfschrecken zirpen nicht wie andere Heuschrecken, sondern sie erzeugen weithin hörbare Knipslaute. Dazu hebt die Sumpfschrecke ihr Hinterbein und schleudert dieses nach hinten. Die am Hinterbein sitzenden Enddornen werden dabei ruckartig über den Flügel gezogen. Dieses Geräusch wird meist in größeren Abständen wiederholt.

 

Die ausgewachsenen Tiere sind in den nassen Wiesen der Rieselfelder zwischen Juli und Oktober zu beobachten. Die Art hat das Gebiet mit hoher Wahrscheinlichkeit erst nach Durchführung der Optimierungsmaßnahmen vom südlich angrenzenden Kampeters Kolk aus besiedelt. Die erwachsenen Sumpfschrecken leben maximal nur wenige Wochen. Sie ernähren sich von Süß- und Riedgräsern.

 

Die Sumpfschrecke benötigt Feucht- und Nasswiesen. Grund dafür ist, dass die Larven der Art einen sehr hohen Feuchtigkeitsanspruch haben. Sie war einst weit verbreitet und häufig. Durch die Trockenlegung von Überschwemmungsgebieten und die intensive Nutzung ehemaliger Nasswiesen ist die Art aber mittlerweile sehr selten geworden und gilt in NRW als stark gefährdet.

 

   
 
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